TIPS & IDEAS  /  Februar 2021

Im Licht von Ulla Koskinen

Meine Augen folgen den Konturen des auf dem Tisch reflektierten Lichts der Secto 4200-Leuchte – das helle Zentrum und den Strahlenkranz darum. Das durch Licht und Schatten erzeugte Bild erinnert mich an eine Blume oder die Sonne – oder es könnte der Mittelpunkt einer Aufstellung von hübschem Geschirr oder einen Blumenstrauß sein, oder der Mittelpunkt eines gedeckten Tischs.

Das Licht erzeugt die Stimmung und verleiht Objekten und Räumen eine Form. Sie akzentuiert, was im Rampenlicht steht und macht unscharf, was im Schatten bleibt. Beim Thema Licht und Schatten sollten wir einen Blick in Richtung Theater werfen. Die Prinzipien für den Einsatz von Licht auf der Bühne gelten genauso für die Inszenierung zu Hause und in anderen Räumen. Zum Teil passiert das intuitiv – viele von uns dimmen bei einem festlichen Abendessen das Licht und beleuchten den Tisch mit Kerzen, um den umgebenden Raum sanft in Vergessenheit geraten zu lassen.

Eine Nahaufnahme einer Secto Pendelleuchte, die den Unterrand vor dunklem Hintergrund zeigt.

Es gibt aber auch Situationen, in denen man aufmerksam bleiben muss, problemlos zwischen Räumen hin- und herlaufen oder etwas holen oder mitnehmen muss, auch wenn man dabei müde ist. In solchen Situationen senden ruhiges, gedämpftes Licht und Schatten die falsche Botschaft ans Gehirn. Statt zu aktivieren, lädt uns schwaches Licht ein, zur Ruhe zu kommen. Statt zu beleben, lädt uns schwaches Licht ein, zur Ruhe zu kommen. Eine Kombination verschiedener Lichtquellen macht’s möglich: eine Leuchte, die den Schreibtisch mit optimalem Licht zum Arbeiten erhellt, eine, die den gesamten Raum nahezu unbemerkt ausleuchtet, und eine weitere, die dank vielfältiger Funktionen und engerem Lichtspektrum einen harmonischen Rhythmus in den Raum bringt. Lichtquellen sollten in unterschiedlichen Höhen angebracht und verschiedenen Richtungen ausgerichtet werden, damit das Licht nach oben, unten und zur Seite scheint. Indirekte, präzise, gezielte und dimmbare Beleuchtung – sie alle haben ihren Platz. Vielseitigkeit lässt den Innenraum interessanter erscheinen und verschiedene Lichtkombinationen verändern die Stimmung im Nu. 

 
Eine Secto Pendelleuchte über einem Tisch mit Geschirr.

Einstellbare Beleuchtung kann während der langen und dunklen Winterzeit im Norden zum Beleben und Beruhigen benutzt werden. Licht bringt Rhythmus in den Tag. Für viele ist mit der Zunahme von Homeoffice das Zuhause auch zum Arbeitsort geworden. Das Ändern der Beleuchtung bietet eine gute Möglichkeit, um am Ende eines Arbeitstags in die Freizeit überzugehen. Ich selbst schaffe mir den Übergang, indem ich die Schreibtischleuchte ausschalte und die hellsten Leuchten dimme. Ich habe bemerkt, dass ich einen schmäleren Lichtkegel bevorzuge, wenn ich mich entspannen oder konzentrieren muss. Es scheint meinem Fokus zu helfen und verhindert, dass mein Blick auf unwesentliche Dinge wandert.

Während ich meine Augen und Gedanken ruhen lasse, wende ich meinen Blick auf die Licht- und Schattenmuster an der Wand und suche danach, wo sie entstehen. Die filigranen Holzlamellen des Secto 4200-Lampenschirms werden zu faszinierenden Figuren, wenn sie das Licht frei durchlassen oder ihm den Weg versperren. Sie sind wie Äste, die an einem hellen Sonnentag bewegte Bilder an die Wand malen. Die Form einer Secto Design-Leuchte verändert sich je nachdem, ob sie eingeschaltet ist und wie viel Licht von außen auf sie fällt. An der Stelle, an der sich die Lamellen zu einem dichten Bündel verschmelzen, zeigt die Secto 4200-Leuchte einen faszinierenden Farbverlauf. Wunderschön.

Text von Ulla Koskinen
Foto von Sameli Rantanen